Motorreiniger, Benzin und Diesel Additiv wirklich sinnvoll?

Engagierte Automobilisten wünschen sich mehr Effizienz aus dem Motor herauszuholen und ihm gleichzeitig eine pflegliche, werterhaltende Behandlung angedeihen zu lassen. Mit diesem Wunschpaket landet man fast zwangsläufig bei Bemühungen, den Motor auch von innen sauber zu halten, ohne ihn mechanisch zerlegen zu müssen. Dazu gibt es Motorreiniger für den Ölschmierkreislauf und je nach Art des Motors Benzin oder Diesel Additiv (auch als Benzin- bzw. Dieselzusatz genannt) für den Tank. Doch ist eine Motorspülung wirklich sinnvoll und halten die Produkte auch was sie versprechen? Oder sind Motorreinger und Additive gar gefährlich bzw. schädlich für den Motor? Hier gehen die Meinungen weit auseinander. Daher wollen wir uns im Folgenden näher beschäftigen.

 

Braucht es den Motorreiniger?

Eigentlich könnte man meinen NEIN, denn hochwertige moderne Motorenöle bestehen selbst bis zu zwanzig Prozent aus Additiven die aus Alterungsschutzmittel, Korrosionsinhibitoren, Metalldeaktivatoren, Detergentien, Dispergentien, Oxidationsinhibitoren, Reibungsminderer, Schaumdämpfer, Viskositätsverbesserer und Additive, die den Pourpoint anvisieren. Eine Mixtur, die von Ölmarke zu Ölmarke schwankt.

Die Additive Detergentien und Dispergentien im Öl sollten den Motor im laufenden Prozess von Rückständen freihalten. Doch mit der Zeit altert das Motoröl trotz moderner Entwicklungen und die Additve werden abgebaut. Zudem wird das Öl durch Verbrennungsrückstände (wie Ruß, Schwefeldioxide, Wasser), Staub aus der Atmosphäre und Materialabrieb an Motorteilen verschmutzt. Ein Teil der Verschmutzungen lagern sich dann an Kolbenringen, Kolbenringnuten, Ölbohrungen und Lagern ab, bevor sie durch den Ölfilter abgefangen werden können.

 

Infolge kann die Leichtgängigkeit des Kolbens beeinträchtigt werden und der Motor muss mehr Energie aufwenden. Das macht sich dann mit einem erhöhten Kraftstoffverbrauch und schlechten Abgaswerten bemerkbar – natürlich nicht von heute auf morgen. Bei feinen Kanälen kann es sogar zu Verstopfungen kommen, welche fatale Folgen für die örtliche Schmierung haben können, was wiederum zu einem Motorschaden führen kann. Auch hier gilt: muss nicht, aber gut möglich.

 

Vor allem bei Gebrauchtwagen kann man den Zustand des Motors bezüglich Ablagerungen schlecht einschätzen. Ein Blick in die Ölwanne, wo sich der Ölschlamm am häufigsten anhäuft, mag zwar einen Eindruck verschaffen, doch gibt es keine Stelle im Ölkreislauf, wo sich Ablagerungen nicht festsetzen. Auch kann man bei einem Gebrauchtwagen nicht wissen ob die Wartungsintervalle eingehalten worden sind oder welches Öl verwendet wurde. Denn Mineralöle oder teilsynthetische Öle neigen eher zu Ablagerungen und Verkokungen als vollsynthetische Öle. Dass es aber, abgesehen vom Öl, über die Jahre zu Ablagerungen im Motor kommt ist keine Seltenheit. Stadtverkehr und Kurzstrecken, bei denen die Betriebstemperatur des Motors nicht erreicht wird, tragen verstärkt zu diesem Phänomen bei.

Die Additive Detergentien und Dispergentien im Öl sollten den Motor im laufenden Prozess von Rückständen freihalten. Doch mit der Zeit altert das Motoröl trotz moderner Entwicklungen und die Additve werden abgebaut. Zudem wird das Öl durch Verbrennungsrückstände (wie Ruß, Schwefeldioxide, Wasser), Staub aus der Atmosphäre und Materialabrieb an Motorteilen verschmutzt. Ein Teil der Verschmutzungen lagern sich dann an Kolbenringen, Kolbenringnuten, Ölbohrungen und Lagern ab, bevor sie durch den Ölfilter abgefangen werden können.

 

Infolge kann die Leichtgängigkeit des Kolbens beeinträchtigt werden und der Motor muss mehr Energie aufwenden. Das macht sich dann mit einem erhöhten Kraftstoffverbrauch und schlechten Abgaswerten bemerkbar – natürlich nicht von heute auf morgen. Bei feinen Kanälen kann es sogar zu Verstopfungen kommen, welche fatale Folgen für die örtliche Schmierung haben können, was wiederum zu einem Motorschaden führen kann. Auch hier gilt: muss nicht, aber gut möglich.

 

Vor allem bei Gebrauchtwagen kann man den Zustand des Motors bezüglich Ablagerungen schlecht einschätzen. Ein Blick in die Ölwanne, wo sich der Ölschlamm am häufigsten anhäuft, mag zwar einen Eindruck verschaffen, doch gibt es keine Stelle im Ölkreislauf, wo sich Ablagerungen nicht festsetzen. Auch kann man bei einem Gebrauchtwagen nicht wissen ob die Wartungsintervalle eingehalten worden sind oder welches Öl verwendet wurde. Denn Mineralöle oder teilsynthetische Öle neigen eher zu Ablagerungen und Verkokungen als vollsynthetische Öle. Dass es aber, abgesehen vom Öl, über die Jahre zu Ablagerungen im Motor kommt ist keine Seltenheit. Stadtverkehr und Kurzstrecken, bei denen die Betriebstemperatur des Motors nicht erreicht wird, tragen verstärkt zu diesem Phänomen bei.

 

Daher sind Motorreiniger keine schlechte Idee. Eine Motorspülung, besonders bei Gebrauchtwagen mit hohem Kilometerstand, ist bei jedem Ölwechsel zu empfehlen. Denn nur mit einer einmaligen Spülung wird der Motor nicht lupenrein und auch bei Neuwagen ist der Einsatz von Motorreiniger nicht schädlich, ganz und gar im Gegenteil sogar als Maßnahme zur Vorbeugung von Ablagerungen von Anfang an gut. So wird eine effiziente Motorschmierung sichergestellt, welche einen positiven Einfluss auf die Lebensdauer des Motors haben wird.

 

Vorsicht bei Oldtimern – denn Oldtimer, die keinen Hauptstrom-Ölfilter besitzen und Ablagerungen im Motor aufgrund ihrer abdichtenden Funktion sogar erwünscht sind, sollte ein modernes Mittel für die Motorspülung nicht angewandt werden. Die Ablösung alter Verkrustungen kann hier schlimme Folgen haben – im schlechtesten Fall eine Komplettüberholung des Motors.

 

Hinweis: Motorreiniger für die Innenbehandlung des Motors nicht mit sogenannten Kaltreiniger für die Außenbehandlung verwechseln. Denn Kaltreiniger werden auch oft als „Motor-Reiniger“ bezeichnet.

Wie wirkt der Motorreiniger?

Motorreiniger für den Ölkreislauf bestehen hauptsächlich aus zwei Bestandteilen: Detergentien und Dispersanten. Während die Detergentien die Ablagerungen, Schmutz und Schlamm aus Ölbohrungen, Lagern und Oberflächen entfernen, sorgen die Dispersanten dafür, dass der gelöste Schmutz in der Schwebe gehalten wird und nicht gleich wieder in den Ölkreislauf gelangt.

Nur so kommen die Ablagerungen beim Ablassen auch unten heraus. Das herausgelaufene Öl samt reagiertem Reiniger wird natürlich nach den gesetzlichen Vorschriften für Altöl behandelt und über die Werkstatt entsorgt bzw. bei einer Sondermüllsammlung abgegeben.

 

Wie führt man eine Motorspülung durch?

Bevor man eine Motorspülung durchführt, muss man sich für eine der unten aufgezeigten Motorreiniger entscheiden. Bei Neuwagen bzw. Gebrauchtwagen mit niedrigem Kilometerstand wird eine normale Motorspülung ausreichen.

 

Motorspülung (Liqui Moly Pro-Line) bei leichter Verschmutzung

1. Zunächst den Motor auf Betriebstemperatur bringen
2. Den Motorreiniger dem Motor zugeben
3. Den Motor im Leerlauf 10 Minuten lang laufen lassen
4. Anschließend das Altöl ablassen
5. Neues Öl nachfüllen

 

Bei Gebrauchtwagen mit hohem Kilometerstand, bei dem bisher noch gar keine Motorspülung durchgeführt wurde, empfiehlt sich die Öl-Schlamm-Spülung. Dies ist kein Muss!

 

Öl-Schlamm-Spülung (von Liqui Moly) bei starker Verschmutzung

1. Die Öl-Schlamm-Spülung dem Motor 200 km vor einem Ölwechsel dazugeben
2. 200 km mit der Spülung fahren. Vorsicht nicht überschreiten!
3. Anschließend das Altöl ablassen
4. Neues Öl nachfüllen

 

Für einen gepflegten und sauberen Motor sollte man die Motorspülung bei jedem Ölwechsel durchführen. Wenn möglich empfiehlt es sich auf vollsynthetisches Öl umzusteigen.

 

Tipp: Ölfilter vor dem Ablassen wechseln und das Gehäuse säubern.

 

Systemreiniger – Benzin und Diesel Additiv

Wenn schon der Lauf des Motors durch die Motorspülung in Schuss gehalten wird, warum nicht auch das Treibstoffsystem wieder effizienter machen? Es sind nicht Additive gemeint, die auf Leistungssteigerung abzielen, sondern solche, die als Systemreiniger die kraftstoffführenden Bauteile säubern.

 

Wie beim Thema Öl geht es darum, Ablagerungen zu beseitigen, damit sie sich durch Verbrennung buchstäblich in Luft auflösen. Auch hier können Ablagerungen an Ventilen, Einspritzdüsen, Hochdruckpumpe, Zünd- bzw. Glühkerzen auf die optimale Verbrennung einen Einfluss haben. Dies macht sich vor allem bei Gasannahme, Abgaswerte und Verbrauch bemerkbar. Darunter leidet natürlich auch die Leistung des Motors.

 

Hier sollte folgendes erwähnt werden: Systemreiniger helfen die ursprüngliche Leistung des Motors wiederherzustellen. Für Benzin- und Dieselmotoren gibt es jeweils einen Systemreiniger, die man dem Tank einfach zugibt.

 

Fazit

Es spricht nichts dagegen, Motorreiniger für den Ölkreislauf und Systemreiniger für das Kraftstoffsystem zu verwenden. Periodisch können die Behandlungen wiederholt werden. Es ist klar, dass keine Wirkung ewig anhält. Gerade bei älteren Motoren, die schon sechsstellige Kilometerleistungen angesammelt haben, kann die Pflege von Ölraum und Kraftstoffsystem enorme Unterschiede machen, da sich über lange Zeit Ablagerungen angesammelt und zu Verstopfungen geführt haben könnten.

Übrigens sind Benzin- und Dieselzusätze besonders für Fernreisen eine Empfehlung, wenn die Sicherstellung von hochwertigem Treibstoff aus lokalen Quellen entlang der Route nicht immer gegeben ist.

Zuletzt: Motorreiniger, Benzin und Diesel Additive können reinigen und vorbeugen, aber nicht reparieren!